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Mitteilungen aus dem Rathaus

Autor: Sabine Walter
Artikel vom 06.02.2018

Concert in the Dark begeistert in Marienmünster

NW Artikel vom 03.02.2018 - Autor: Burkhard Battran

So wenig Licht wie möglich: Gitarrist Wolfgang Meyer, Sängerin Gabriela Koch, Percussionist Christian Schoenefeldt und Posaunist. Shawn Grocott. - © Burkhard Battran

Die Reaktionen im Anschluss an das Konzert waren kaum mehr steigerungsfähig. „Mir war, als hätte ich Sternschnuppen explodieren gehört." „Das war wirklich eine sagenhafte Klangreise", sagten zwei Damen. „Einen Teil des Konzerts habe ich tiefenentspannt verschlafen, aber was ich gehört habe, hat mich begeistert", sagte ein Herr. Knapp 70 Zuhörer haben am Donnerstag eine beeindruckende Premiere des ersten „Concerts in the Dark" im Konzertsaal der Abtei Marienmünster erlebt. Ein zweites Konzert fand Freitagabend statt. Es handelte sich um ein Jazzkonzert in völliger Dunkelheit und Ahnungslosigkeit.

Die Zuhörer wussten nicht wo, wer oder was gespielt wurde. Nun ja, dass es sich um ein Ensemble des aus Kanada stammenden Detmolder Jazzposaunisten Shawn Grocott handeln würde, war bekannt. Und wer sich ein wenig in der ostwestfälischen Jazzszene auskennt weiß, dass er ein kongeniales Duo mit dem Detmolder Gitarristen Wolfgang Meyer bildet. Was einen aber wirklich erwartete, blieb offen.

Mit Schalfbrillen in den Saal

Den Konzertbesuchern wurden im Foyer Schlafbrillen aufgesetzt und dann wurden sie blind in den Saal gebracht. Immer sechs Personen, also genau eine Stuhlreihe, fassten sich hintereinander an die Schultern und wurden dann in Polonaise-Formation von ehrenamtlichen Helfern in den nur von Kerzen erleuchteten Saal geführt. „Theoretisch könnten wir im Saal die volle Beleuchtung anmachen, aber es ist wichtig, dass wir als Musiker ebenfalls in eine dunkle Umgebung eintauchen und wir gerade nur so viel Licht machen, dass wir uns im Raum bewegen können und sehen, was wir spielen", erklärte Initiator Shawn Grocott.

Vor acht Jahren hat der Leiter der Bigband der Detmolder Musikhochschule diese spezielle Konzertform entwickelt. „Den Ausgangspunkt bildete ein wissenschaftlicher Aufsatz über akustische Wahrnehmung", erläuterte der Musikdozent.  [...mehr]

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