Aktuelles
Der Bürgermeister berichtet
20 Jahre Albert-Schweitzer-Haus
Vor über 20 Jahren begann ein mutiges und visionäres Projekt: Der Bau des Albert-Schweitzer-Hauses in Vörden. In einer Zeit, in der man zum ersten Mal über einen demografischen Wandel sprach, wurde ein Ort geschaffen, an dem ältere Menschen nicht nur gepflegt, sondern vor allem würdevoll und geborgen leben können.
Schon die Planungsphase zeigte, dass es hier nicht um ein steriles Gebäude, sondern um ein Zuhause gehen sollte – mit Wärme, Menschlichkeit und Respekt. Dank der Zusammenarbeit des Johanneswerks, des Investors part-AG und der Planer von Concept-Consulting wurde dieses Ziel schnell Realität. In nur 15 Monaten entstand eine Einrichtung, die bei der Eröffnung 2005 als modernstes Alten- und Pflegeheim im Kreis Höxter gefeiert wurde.
Was das Albert-Schweitzer-Haus so besonders macht, ist sein ganzheitliches Konzept: Hier stehen nicht nur die körperlichen Bedürfnisse der Bewohner im Fokus, sondern auch soziale, emotionale und spirituelle Aspekte. Großzügige Gemeinschaftsräume schaffen Begegnung, private Rückzugsorte geben Raum für Individualität – und die enge Verzahnung mit der Gemeinde sorgt für lebendige Verbindungen zwischen Jung und Alt.
Viele freiwillige Helfer, die Patenschaften mit der Schule und dem Kindergarten, musikalische Beiträge der Musikschule und die Begleitung durch unsere Kirchen zeigen, wie fest das Haus im Ort verwurzelt ist. Dieses Miteinander ist ein Grundpfeiler für das Wohlbefinden der Bewohner und ein Vorbild für gelebte Gemeinschaft. Der Kindergarten Vörden ließ es sich nicht nehmen, der Einrichtung mit schönen Liedern zum Geburtstag zu gratuliern.
In den vergangenen 20 Jahren hat das Albert-Schweitzer-Haus viele Herausforderungen gemeistert – von sich wandelnden Pflegeanforderungen bis hin zur Corona-Pandemie. Doch stets blieb das Leitbild erhalten: Die Würde des Menschen steht an erster Stelle.
Das Heim ist nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber in der Region, sondern auch ein Ort, an dem sich viele Menschen geborgen fühlen und Familien ihre Liebsten in besten Händen wissen.
Im Garten des Albert-Schweitzer-Hauses wurde nun bei bestem Wetter mit den Bewohnern, Angehörigen, Mitarbeitenden und Ehrengästen ordentlich das Jubiläum gefeiert.
Ich dankte allen, die zum Erfolg dieses Hauses beitragen – den Trägern, der Leitung, dem Pflegepersonal, den Ehrenamtlichen und natürlich den Bewohnern selbst, die diesem Ort Leben geben. Zwei Personen, die in besonderer Weise am Entstehen beteiligt waren, nämlich Udo Ellermeier vom ev. Johanneswerk und mein Vorvorgänger im Bürgermeisteramt, Ulrich Jung, waren auf der Feier ebenfalls zugegen und berichteten in Ihren Wortbeiträgen über das Werden der Einrichtung.
SV Bremerberg feiert Jubiläum
60 Jahre SV Rot-Weiß Bremerberg – das ist weit mehr als ein sportliches Jubiläum. Es ist ein stolzes Zeugnis für Zusammenhalt, Engagement und gelebte Gemeinschaft in einem der kleinsten Ortsteile unserer Stadt.
Dank der originellen Werbung um neue Vereinsmitglieder konnte der Verein am Festwochenende 24 neue Mitglieder aufnehmen. Das 100. Mitglied ist Claudia Ferentschik. Insgesamt hat der Verein nun 122 Mitglieder!
Wenn ein Verein in einem Dorf mit nicht einmal 100 Einwohnern so viele Mitglieder hat und über sechs Jahrzehnte Bestand hat, dann steckt dahinter nicht nur Organisationstalent – dann steckt Herzblut dahinter. Dann gibt es Menschen, die Verantwortung übernehmen. Menschen, die anpacken. Und Menschen, die sich mit ihrem Verein und ihrem Dorf identifizieren. Genau das macht Bremerberg und seinen Sportverein so besonders.
Der SV Bremerberg steht seit seiner Gründung im Jahr 1965 für mehr als nur Fußball. Er ist ein Ort des Miteinanders, der Begegnung, der Freundschaft – und ganz sicher auch ein Ort, an dem viele Generationen prägende Erfahrungen gesammelt haben. Vom ersten Spielbetrieb in der Kreisklasse C über die selbst erstellte Sportanlage am Westerberg bis hin zu mehreren Aufstiegen, Rückschlägen und neuen Anläufen – die Vereinsgeschichte zeigt, was mit Zusammenhalt und Leidenschaft möglich ist.
Dass der Verein auch sozial denkt, wird an der Spende von 800 € für den Marienmünster-Tisch deutlich, die am Festwochenende zusammenkamen.
Die Sportler des SV Bremerberg sind inzwischen in einer Spielgemeinschaft mit dem SV Fürstenau/Bödexen aktiv. Diese ist aber kein Zeichen von Schwäche – im Gegenteil: Es zeigt, dass man sich der Realität stellt, aber nicht aufgibt, sondern neue Wege geht.
Was mich besonders beeindruckt, ist, wie lebendig dieser Verein geblieben ist. Die jährlichen Veranstaltungen – vom Schockturnier über Kleinfeldturniere bis zur Weihnachtsfeier – zeigen: Hier wird nicht nur Fußball gespielt. Hier wird Gemeinschaft gelebt.
Ich meinem kurzen Grußwort dankte ich allen, die diesen Verein über Jahrzehnte getragen, begleitet und gestaltet haben: den Vorständen, den Ehrenamtlichen, den Spielerinnen und Spielern, den Fans – und natürlich den vielen Helferinnen und Helfern im Hintergrund. Mein besonderer Dank galt auch dem heutigen Vorstand rund um Stefan Vogt, Udo Ferentschik und Jürgen Kroiß.
Im Namen der Stadt Marienmünster gratulierte ich herzlich zu 60 Jahren SV Rot-Weiß Bremerberg und wünschte dem Verein für die Zukunft alles Gute, viel sportlichen Erfolg, stabile Mitgliederzahlen und weiterhin dieses ganz besondere Gemeinschaftsgefühl, das Bremerberg auszeichnet.
Was gibt es Neues zum MVZ?
Anfang August soll es mit den Bauarbeiten am neuen MVZ-Gebäude losgehen. Die Rohbauarbeiten wurden nun an die heimische Baufirma Büker Bau GmbH aus Kollerbeck vergeben. Fertigstellung soll - wenn alles gut läuft - ein Jahr später sein. Selbst die Bodenbeläge und Farben der Tapeten wurden schon bestimmt. An der Auswahl wurde das Ärzteteam und das Personal beteiligt, denn sie sind es ja, die den ganzen Tag in den Räumen arbeiten und sich darin wohlfühlen sollen.
Erweiterung Kolumbarien
Erst lief es schleppend an mit den Kolumbarien auf den Friedhöfen Bredenborn und Vörden. Seitdem der Stadtrat beschloss, dass man sich Plätze darin reservieren kann, läuft es so gut, dass nun schon eine Erweiterung in Auftrag gegeben werden musste.
Einen interessanten Aspekt brachte nun ein Prüfer der Gemeindeprüfungsanstalt im Rahmen eines Abschlussgesprächs. Die GPA stellt fest, dass wir angesichts der sich ändernden Bestattungskultur zukünftig zu viele Friedhofshallen haben, die kaum mehr genutzt werden. Diese würden sich eventuell eignen, hierin Kolumbarien einzurichten. Ein Gedanke, mit dem man sich in den Ortschaften vielleicht einmal auseinandersetzen sollte.
Sommerferien
Ich wünsche allen Schülerinnen und Schülern mit ihren Eltern, erholsame Schulferien. Um festzustellen, dass es zu Hause eigentlich am schönsten ist, muss man gelegentlich in die Ferne schweifen. Allen, die nun in den Urlaub fahren können, wünsche ich eine schöne Zeit. Kommen Sie erholt und gesund wieder nach Hause.
Ihr Bürgermeister Josef Suermann
