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Neues aus Marienmünster

Städte bitten um Unterstützung

Städte bitten um Unterstützung

Kai Abruszat berät bei Verwaltungsgemeinschaft


Nieheim / Marienmünster (cd). „Wir wollen auch die Landespolitik für unser Anliegen sensibilisieren“, erklärt Rainer Vidal, Bürgermeister der Stadt Nieheim. Die Vertreter der Städte Nieheim und Marienmünster bemühen sich um eine Verwaltungsgemeinschaft, stoßen dabei aber auf gesetzliche Vorgaben. Hilfe erhoffen sich die Verwaltungsspitzen deshalb auf Landesebene. Kai Abruszat ist Mitglied des Landtages und Sprecher der FDP-Fraktion. Er soll die Realisierung der beiden Kommunen Nieheim und Marienmünster unterstützen.


„Wir haben uns eine Reihe von politischen Akteuren eingeladen, von denen wir uns Unterstützung erhoffen. Unser Projekt ist parteiunabhängig", erklärt Vidal. „Es soll eine passgenaue praktikable Lösung vor Ort gefunden werden.“ Der Prozess der Zusammenarbeit der beiden Städte soll ausgebaut und intensiviert werden. Auch Kai Abruszat unterstützt die Idee der beiden Städte: „Die Herangehensweise der Initiatoren mit der typischen liebenswerten ostwestfälischen Hartnäckigkeit wie hier Interessen vertreten werden, finde ich genau richtig“, lobt er die Vorgehensweise. Eigentlich funktionieren beide Verwaltungen gut, so wie sie sind. Die Struktur gibt auf den ersten Blick keinen Anlass zur Beunruhigung.


Dennoch sollen gerade die Mitarbeiter der Verwaltungen die Sicherheit haben, dass ihre Arbeit nahtlos fortgeführt wird, falls sie aus verschiedenen Gründen einmal ausfallen. Vor allem die qualitativ hochwertige und kostengünstige Dienstleistungserbringung gegenüber den Bürgern ist Vidal und Klocke enorm wichtig.


Abruszat betonte jedoch ausdrücklich, dass „hier kein Schnellschuss gemacht werden darf, erst muss die rechtliche Grundlage geschaffen werden und das braucht Zeit.“ Er sieht in der Situation der beiden Städte einen gewissen Modellcharakter, der eventuell auch für andere Kommunen mit ähnlichem Anliegen wichtig sein könnte. Seiner Meinung nach ist für die Umsetzung ein externer wissenschaftlicher Sachverstand nötig. Außerdem könnten die Ergebnisse dieses Projekts in eine gesetzgeberische Tätigkeit einfließen und somit eine solide, rechtlich fundierte Grundlage schaffen. „Wir sind uns bewusst, dass der Handlungsdruck der Kommunen ständig wächst. Die kommunale Landschaft ist vielfältig, man darf keine qualitativen Defizite riskieren. Wir müssen uns auch fragen, wie es in zehn Jahren aussieht“, erklärt Vidal.


Auch im Hinblick auf die Personalentwicklung und den drohenden Fachkräftemangel sei es wichtig, Konzepte zu entwickeln, um leistungsstarke Kommunen zu erhalten.

Suchen nach einer Lösung: Landtagsabgeordneter Kai Abruszat und die Bürgermeister Rainer Vidal und Robert Klocke (v. l.). FOTO: DREWES

 

© 2012 Neue Westfälische
16 - Höxter (Kreis), Freitag 17. August 2012
 

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